Bericht der Bramscher Nachrichten vom 23.10.2025
Pächter für Kneipe gesuchtDas haben Marina und Jan Kopmann mit dem Gasthof Bischof-Reddehase in Hesepe vor
Von Julia Kuhlmann | 23.10.2025, 06:03 Uhr

Marina und Jan Kopmann sind 28 und 26 Jahre alt. Sie sind die neuen Eigentümer des Gasthofs Bischof-Reddehase im Bramscher Ortsteil Hesepe. Sie haben mit dem traditionsreichen Gasthaus einiges vor.

Hinweis: Unsere Redaktion sucht für Sie regelmäßig besonders lesenswerte Artikel aus dem Archiv heraus. Dieser Text ist erstmals im Oktober 2025 erschienen.
Marina und Jan Kopmann aus Bersenbrück haben den Gasthof Bischof-Reddehase in Hesepe gekauft. Das junge Paar ist derzeit dabei, mit viel Eigenleistung und Handwerkern, Teile des alten Gebäudes zu sanieren. Wenn alles nach Plan läuft, sind die fünf Wohnungen im Obergeschoss Ende des Jahres bezugsfertig. Eine Wohnung könnte sogar bereits Ende Oktober fertig werden. Sie sollen als Monteurswohnungen vermietet werden, würden zwischendrin aber auch beispielsweise Fahrradreisenden zur Verfügung stehen.
Im Festsaal des Gasthofs soll weiter gefeiert werden. Er wird für Feste vermietet. Am bevorstehenden Wochenende wird hier zum Beispiel ein 30. Geburtstag gefeiert. Für die Kneipe sucht das Eigentümer-Paar einen Gastronomen.
Die neuen Eigentümer sind noch jung
Mit 26 und 28 Jahren sind Jan und Marina Kopmann, die neuen Eigentümer des Gasthofs, noch jung. Erfahrungen in der Vermietung haben der gelernte Kfz-Mechatroniker und die Marketing-Fachfrau schon früh gesammelt. Es war in der Coronazeit, als sich das Paar auf Anfrage von Dirk Janssen, Betreiber der Spielscheune Bullermeck in Rieste, mit der Vermietung von dessen Tiny-Häusern befasste. Marina Kopmann hatte früher schon einmal bei Bullermeck gearbeitet.
Im Saal des Gasthofs Bischof-Reddehase wurde schon viel gefeiert. Und das soll auch so bleiben. Foto: Julia Kuhlmann

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So seien sie im Jahr 2022 in Kontakt mit Kurzzeitvermietungen gekommen, blicken sie zurück. Marina Kopmann hatte zudem zuvor durch ihre Eltern Berührung mit der Immobilien-Vermietung. Ihr Mann Jan Kopmann berichtet, sein Vater sei früh gestorben. Über die Vermietung zweier geerbter Immobilien sei auch er in dieses Geschäftsmodell hereingerutscht.
An den Zimmern im Obergeschoss des Gasthofs Bischof-Reddehase wird gearbeitet. Dieses hat schon einen Anstrich bekommen. Foto: Julia Kuhlmann

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Der Bedarf an Monteurswohnungen ist groß
Schon beim Engagement um die Tiny-Häuser in Rieste hätten sie schnell gemerkt, wie hoch der Bedarf an Monteurswohnungen aufgrund der Nähe zum Niedersachsenpark sei, berichten beide. Die Zielgruppe für diese kleinen Häuschen seien aber mehr Familien. Also begannen Kopmanns, weitere Wohnungen anzumieten und als Monteurswohnungen zu möblieren. Das sei ursprünglich auch der Plan für den Gasthof Bischof-Reddehase gewesen. Schließlich sei aber der Erwerb der Immobilie daraus geworden.
Eigentümer kommen aus der Region
Die Region ist dem jungen Paar bestens bekannt. Er ist in Bramsche aufgewachsen, sie in Alfhausen. Ein Leben in der Großstadt könnten sich beide nicht vorstellen. „Wir sind beide ländlich orientiert“, sagen sie. Zur jungen Familie gehören zwei Kinder im Alter von knapp zwei Jahren und vier Monaten.
Auch in der Kneipe des Gasthofs Bischof-Reddehase wird derzeit gearbeitet. Die Eigentümer würden die Kneipe sehr gerne von jemandem betreiben lassen. Foto: Julia Kuhlmann

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„Hast Du hier überhaupt schon mal gefeiert?“, fragt Marina Kopmann lachend ihren Mann, der das bejaht. Als Kind soll er hier schon gewesen sein, hat ihm seine Mutter gesagt, und das Heseper Schützenfest hat er auch schon besucht.
Viel Unterstützung von der Familie
Bei der Renovierung erfahren die beiden viel Unterstützung von ihren Familien, die das Engagement in diesem Geschäftsfeld unterstützen und sei es damit, die Kinder zu beaufsichtigen, während Kopmanns ihren Gasthof renovieren.
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Gasthof Bischof-Reddehase und die Schützen Hesepe
Den Pachtvertrag, den die Schützen mit Ulrike Fänger als Eigentümerin der Immobilie hatten, hat das Paar übernommen. Sie berichten, dass sie den Schützen sogar angeboten hätten, ihr Schützenfest wieder am Gasthof zu feiern. Dafür, dass die Schützen nun den neuen Festplatz nutzen wollen, in den sie viel Engagement gesteckt haben, haben sie aber großes Verständnis. Winterbällen oder anderen Feierlichkeiten der Schützen stünde das Gasthaus, das Jahrzehnte lang die Vereinsgaststätte war, nun aber wieder zur Verfügung.
Im Gasthof Bischof-Reddehase soll wieder Leben einkehren. Die neuen Eigentümer haben ein Konzept für den Betrieb. Foto: Julia Kuhlmann

Für die Kneipe wird ein Pächter gesucht
Auch die Kneipe des Gasthofs lassen die neuen Eigentümer jetzt neu streichen und wollen sie hübsch machen. Damit verbindet sich die große Hoffnung, dass sich ein Gastronom findet, der zur sonstigen Nutzung der Immobilie und zum Eigentümerpaar passt. Auch ein Caterer würde ins Konzept passen. Denn derjenige könnte auf eine voll eingerichtete und funktionstüchtige Küche setzen.
Eine weitere Idee zur Nutzung von Räumen der Immobilie an der Alfhausener Straße hängt mit Marina Kopmanns Engagement als Hochzeitsfotografin zusammen. Weil zu Hause in Bersenbrück die Fotostudios zu Kinderzimmern geworden sind, möchte sie Fotoshootings bei Bischof-Reddehase anbieten. Geplant sind auch schon Termine für Familienfotos rechtzeitig vor Weihnachten.
